Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung: Erklärung des Hohen Vertreters im Namen der Europäischen Union

In other languages: BGGRESFRRUSCSENITRO AR

Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung würdigen wir die Menschen, die aufgrund ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen ihr Leben verloren haben oder Übergriffen, Bedrohungen oder Verfolgungen ausgesetzt waren.

Weltweit werden viel zu viele Menschen aufgrund ihres ureigensten Wesens oder aufgrund dessen, woran sie glauben oder nicht glauben, diskriminiert. Die Verfolgung richtet sich gegen jene, die ihre Religion oder ihre Weltanschauung offen ausüben oder lehren, oder gegen jene, die ihre Religion oder Weltanschauung wechseln oder aufgeben.

Übergriffe gegen Einzelpersonen aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung sowie die Ausübung von Gewalt unter dem Vorwand einer Glaubenslehre oder religiöser Gebote oder Bräuche sind nicht hinnehmbar.

Im Zuge der COVID‑19-Pandemie werden Verschwörungstheorien und Schuldzuweisungen gegen Religions- und Glaubensgemeinschaften verbreitet; dies trägt zur erheblichen Zunahme öffentlichen Schürens von religiösem Hass bei, durch das zu Diskriminierung, Feindseligkeit oder Gewalt aufgestachelt wird. Dies sind oft frühe Warnsignale für gewalttätige Übergriffe und andere Formen von Menschenrechtsverletzungen und ‑verstößen. Gleichzeitig spielen religiöse Akteure eine grundlegende Rolle bei der Bereitstellung von Hilfs- und Sozialdiensten und tragen somit zur weltweiten Bekämpfung der Pandemie bei.

Unser Engagement stützt sich auf die Umsetzung der Leitlinien der EU für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Die EU ist bestrebt, gegen alle Formen von Verfolgung und Diskriminierung von Einzelpersonen vorzugehen, indem sie für Multilateralismus eintritt und sich aktiv an den Menschenrechtsforen der Vereinten Nationen und an Initiativen unter Leitung der Vereinten Nationen beteiligt.

In den vergangenen zehn Jahren hat die EU über das Europäische Instrument für Demokratie und Menschenrechte (EIDHR) Projekte im Zusammenhang mit der Religions- und Weltanschauungsfreiheit in Höhe von über 22 Millionen € in allen Regionen der Welt finanziert; dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung von Hetze und zur Förderung des Dialogs zwischen Gemeinschaften und Religionen.

Die Europäische Union wird sich weiterhin in- und außerhalb ihrer Grenzen darum bemühen, Diskriminierung und Hetze aufgrund der Religion oder Weltanschauung zu bekämpfen sowie gegen Straflosigkeit vorzugehen und die Rechenschaftspflicht zu stärken.

Quelle: Rat der Europäischen Union

DONATE TO DOXOLOGIA INFONEWS

BANK: Eurobank Bulgaria AD (Postbank)

IBAN: BG46 BPBI 8898 4030 6876 01

or through PayPal